Der Putzfimmel oder wenn Hygiene krank macht
Hygiene ist ohne Zweifel wichtig, denn sie ist letztendlich mitverantwortlich dafür, dass wir weitgehend von Krankheiten und Seuchen verschont bleiben. Doch wo hört die notwendige Reinlichkeit auf? Und wann hat man es mit einer beginnenden Neurose zu tun? Es gibt durchaus leicht erkennbare Anzeichen, die man nicht ignorieren sollte.

Putzfimmel: Wenn Hygiene krank macht
Wenn man z.B. Beispiel schon Schweißperlen auf der Stirn entwickelt, nur weil das Desinfektionsmittel leer ist, sollte man eventuell eine Psychotherapie München in Erwägung ziehen. Selbstverständlich ist es wichtig, Orte wie Küche, Bad und WC regelmäßig zu reinigen. Aber wenn Sie bereits eine tägliche feste Putzroutine entwickelt haben, um ja keinen Zentimeter ihrer Wohnung auszulassen, könnte bereits ein psychisches Problem dahinterstecken.
Übertriebene Reinlichkeit, das perfekte Ablenkungsmanöver
Es gibt viele Gründe, wieso man zum neurotischen Putzteufel werden kann. Allgemein versucht sich der Betroffene jedoch von ganz anderen Problemen abzulenken und versucht tatenlose Momente zu vermeiden. Denn wer rastet, versinkt in Gedanken und muss sich mit seiner Psyche auseinandersetzen. Wer also nicht gerne in sich geht, muss sich fragen, wieso dies der Fall ist. Und wer sich diese Frage nicht selbst beantworten kann, dem kann sicherlich im Rahmen einer Psychotherapie München geholfen werden.
Außerdem sollte sich der Betroffene darüber bewusst werden, dass es unmöglich ist, sämtliche Bakterien aus seiner Wohnung zu verbannen. Dieser “unsichtbare Feind” hat leider immer die Oberhand. Bestes Beispiel hierfür ist die Tatsache, dass extrem reinliche Personen oft jeden Meter ihrer Wohnung schrubben, doch nie auf den Gedanken kommen würden ihren Schlüsselbund zu desinfizieren, obwohl dieser eine echte Bakterienschleuder ist.
Das Immunsystem will trainiert werden
Fakt ist, wer sich zu sehr vor Bakterien fürchtet und übertrieben reinlich ist, schadet seinem Immunsystem. Den täglichen Kampf gegen Bakterien nutzt dieses nämlich als eine Art Aufwärmtraining für den Ernstfall. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Hygiene-Fanatiker oder Kinder aus solchen Familien viel öfters Allergien und Krankheiten entwickeln als andere. Drehen Sie also nicht gleich am Rad, wenn Sie mit etwas Schmutz in Berührung gekommen sind.
Es ist noch niemand daran gestorben, nur weil er etwas gegessen hat, was bereits am Boden lag. Ein gesunder Körper ist durchaus in der Lage mit alltäglichen Viren fertig zu werden. Sollten Sie also nicht chronisch krank sein, mit kranken Menschen arbeiten oder in der Lebensmittelbranche tätig sein, dann lassen sie das Desinfektionsmittel ruhig ab und an stehen. Ihr Immunsystem und Ihre Psyche wird es Ihnen danken.
Ähnliche Beiträge:
Betrachtungsweise |

Noch keine Kommentare!