Konjunkturpaket II - Umweltprämie
Am 16.01.2009 hat die Regierung der Bundesrepublik Deutschland das so genannte Konjunkturpaket 2 erlassen. In diesem wird allen Käufern eines Neuwagens oder Jahreswagens eine Prämie von 2.500 Euro versprochen, welche vom Staat gezahlt wird. Aus diesem Grund ist die Umweltprämie seit diesem Tag in aller Munde. An sich finde ich diesen Gesetzesentwurf zur Förderung der Automobilwirtschaft ganz gelungen. Allerdings gibt es nach meiner Meinung, einen großen Fehler in diesem Konjunkturpaket der Bundesregierung.
Die Staatliche Prämie ist natürlich an einige Bedingungen gebunden. So muss man als Bundesbürger ein mindestens neun Jahre altes Fahrzeug besitzen, welches wiederum mindestens ein Jahr im Besitz des aktuellen Halters sein muss. Hat man diese Bedingung erfüllt, so hat man die staatliche Prämie schon so gut wie sicher und man kann bares Geld sparen. Und genau an dieser Stelle finde ich den großen Fehler der Umweltprämie.
In dem Paket gibt es leider keine Festsetzung, dass man sich ein Fahrzeug eines deutschen Automobilkonzerns kaufen muss. Dabei sollte doch eigentlich die Förderung der landeseigenen Automobilwirtschaft das Ziel des Konjunkturpaketes 2 sein.
Kaum war der Beschluss zum Konjunkturpaket erlassen, kamen auch schon im Fernsehen die ersten Autowerbungen. So kostet zum Bespiel ein Dacia Logan „nur noch“ 5.000 Euro inklusive der Staatlichen Umweltprämie. Auch Hersteller wie Renault und Peugeot werben kurz nach dem Beschluss mit der Prämie vom Staat. Einziger Vorteil beim kauf eines Fahrzeuges dieser Hersteller ist, dass wieder mehr Geld im Umlauf ist.
Dem Anschein nach bleiben dabei aber die deutschen Automobilkonzerne, wie zum Beispiel VW, Opel, BMW und Mercedes Benz, auf der Strecke. Fakt ist aber auch, dass man als deutscher Hersteller einfach nicht solche Dumping Preise erreichen kann. Man kann aber auch sagen, dass Qualität nun mal Ihren Preis hat. Schließlich ist selbst ein BMW Jahreswagen nicht ohne Grund preislich etwas Höher als vergleichbare Fahrzeuge.
Ich würde jedenfalls die Umweltprämie in Höhe von 2.500 Euro an den Kauf eines deutschen Fahrzeuges binden. Nur so wird das Ziel des Konjunkturpaktes 2, meiner Meinung nach, wirklich erreicht und die deutschen Automobilkonzerne und deren Angestellte haben etwas davon.
Sollten Sie ebenfalls dieser oder anderer Meinung sein, dann freue ich mich auf Ihren Kommentar.
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Ein Kommentar
1.
André schrieb am 12. Mai 2009
Ich sehe das Ganze genauso. Es ist völliger Schwachsinn was die deutsche Regierung da macht. Wenn schon Prämie, dann an deutsche Automobilkonzerne binden. In anderen Staaten wie z.B. Frankreich wird das ja schon so gemacht und die lachen sich dann noch einen Ast ab wenn deutsche Konsumenten Ihre Autos nach erhalt der Prämie lieber aus Frankreich holen anstatt in die eigene Wirtchaft zu investieren. Aus meiner Sicht hat unsere Regierung da vollkommen versagt. Zudem kommt noch die Umweltnormen für einen Neuwagen sind lächerlich, dass hat heute jeder Neuwagen was da verlangt wird.