20. Februar 2010

Kreditkarten: Gescholtene Zahlungsmittel

kostenlose KreditkarteÜber Kreditkarten ist in den letzten Wochen heftige Kritik hereingebrochen. Im letzten Jahr kam es aufgrund von Datenpannen bei einem spanischen Abrechnungsdienstleister zu fast flächendeckenden Kartensperren, die seitens von Banken rein aus Vorsichtsmaßnahme ausgelöst wurden. Viele Kartenkunden saßen durch die Kartensperre praktisch wie „fest”. Unglücklich war es für all diejenigen, die gerade im Ausland unterwegs waren. Denn zum Reisen, Übernachten, Fliegen und Autoanmieten benötigt man eine funktionierende Kreditkarte.

Nicht schlecht schauten Kartenkunden am Neujahrstag in den Geldautomaten, als dieser die Herausgabe von Bargeld verweigerte. Schuld war genau der Chip auf der Kreditkarte, der sie sicherer machen sollte! Die Chip-Software konnte mit dem Jahr 2010 nichts anfangen und - sicherheitshalber - gab es dann eben kein Geld oder keine Zahlungsautorisierung am Terminal. Zum guter letzt kam noch die Meldung, dass amerikanische Forscher das EMV-Chip-Verfahren mit der PIN-Autorisierung ausgehebelt hätten. Seitens des Zentralen Kreditausschusses kam jedoch kurze Zeit später die Entwarnung, dass deutsche Giro- und Kreditkarten mit der SECCOS-Software davon nicht betroffen seien.

Das Kreditkarten auch einen Nutzen haben und nicht nur dazu da sind, in der Öffentlichkeit Schelte zu ertragen oder Betrügern den Zugang zum sauerverdienten Geld zu ermöglichen, zeigt das große Kreditkarteninfoportal, bei dem kostenlose Kreditkarten im Vordergrund stehen. Wer sich als Kartennutzer an gewisse Spielregeln hält (z.B. die PIN nicht zu notieren oder bei Internetzahlungen auf eine verschlüsselte Datenübertragung zu achten), dem kann im Großen und Ganzen auch nichts passieren. Maximal dürften Banken nach der EU-Zahlungsdiensterichtline die Haftung für den Kunden im Schadenfall auf 150,- Euro setzen. Das gilt für kostenlose, aber auch für kostenpflichtige Kreditkarten.

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